Alzen / Alţîna

Die im 13. Jh. errichtete romanische Basilika erfuhr im Verlauf der Geschichte mehrere Umbauten: Die ehemalige Apsis wurde durch den gegenwärtigen gotischen, polygonal abgeschlossenen Chor ersetzt und das südliche Seitenschiff bekam ein barockes Gewölbe. Im 15. Jh. wurde das Mittelschiff mit einem spätgotischen Netzgewölbe überspannt und im 19. Jh. wurde der zusammen mit der Sakristei errichtete Glockenturm mit Wehrgang durch den heutigen Turm im neugotischen Stil ersetzt.Die Anlage wurde mit einem ovalen Bering verstärkt, versehen mit Zwinger und Wehrtürmen in den vier Himmelsrichtungen. Der Nordturm stürzte jedoch im 20. Jh. ein und die Vorratskammern im Innern der Kirchenburg wurden abgetragen.

Ort

Das Dorf Alzen hat eine lange Geschichte, die sich auch in der pittoresken Kirchenburg widerspiegelt. Die Burg liegt auf einem Hügel inmitten des Dorfes. Während es an diesem Bauwerk noch heute Spuren aus der vorreformatorischen Zeit zu entdecken gibt, scheint ein anderer Zeuge der Vergangenheit spurlos verschwunden zu sein: Der Bach, welcher in der Nähe des Dorfes fließt, murmelt Geschichten über eine geheimnisvolle Mühle, die vor langer Zeit an seinem Ufer gestanden haben soll. Die Legende sagt, dass in der Neujahrsnacht unheilvolles Geläut von dem Dachboden der Mühle und auch aus dem dunklen Wasser zu hören gewesen sein soll. Der letzte Müller pachtete die Mühle, ohne von diesem Spuk zu wissen und flüchtete in seiner ersten Neujahrsnacht von Entsetzen gepackt. Am nächsten Morgen war die Mühle spurlos verschwunden, nur ihren Namen hat sie dem Bach hinterlassen. Dieser heißt auch heute noch „Alt-Mühlgraben“. Auch das Feld hinter dem Bach, „Bei der alten Mühle” genannt, erinnert an frühere Zeiten.

Tourismus

In Alzen befindet sich ein interethnisches Museum der ganz besonderen Art: eine sehr umfangreiche und daher sehenswerte Sammlung rumänischer, sächsischer und ungarischer Kulturobjekte ist hier ausgestellt und lädt die Besucher zu einem informativen Rundgang ein. Bei einer Fahrt durch das Harbachtal sollte man etwas mehr Zeit einplanen und dem Museum einen Besuch abstatten.

Kontakt: Stefan Vaida, Tel: +40 (0)742 236 557

Nähere Informationen gibt es hier (engl.): www.sibiu-turism.ro