Trappold / Apold

Durch Erhöhung der Seitenschiffe einer romanischen Basilika entstand im 15. Jh. die dreischiffige Hallenkirche von Trappold. Dabei wurden auch Chor und Schiff überwölbt und die Wände der Seitenschiffe in oktogonale Pfeiler aufgelöst. Die bis dahin turmlose Kirche erhielt einen Westturm, der zusammen mit Schiff und Chor zwischen 1504 und 1507 zu Verteidigungszwecken mit Wehrgeschossen ausgebaut wurde. Von den Wehranlagen des 15. und 16. Jh. haben sich die äußeren Ringmauern und drei Verteidigungstürme erhalten. Die innere Mauer wurde im 19. Jh. abgetragen, ist jedoch an den freigelegten Fundamenten gut ablesbar. Auf der Nordseite befindet sich ein mit Schießscharten ausgerüstetes Speichergebäude. Im Inneren der Kirche sind der klassizistische Orgelaltar von 1821 sowie eine gotische Sakramentsnische bemerkenswert. Kanzel und Empore stammen aus den Jahren um 1760.Im Zuge von Restaurierungsarbeiten wurde ein hölzernes Taufbecken von 1686 konserviert und gotische Wandmalerein freigelegt. Im romanischen Triumphbogen erkennt man die aus dem 14.Jh. stammenden Fresken: die 5 törichten und die 5 klugen Jungfrauen.

Ort

In strategisch günstiger Lage auf einem Hügel gelegen und vom Schaaser Bach umflossen wurde im 13. Jh. eine Basilika erbaut, aus der später die Trappolder Kirchenburg hervorging. Die Burg überdauerte wechselvolle Zeiten und ist bis heute nahezu komplett erhalten mit Ringmauern, Wehrtürmen und Lagerräumen.

Seit 2004 kümmert sich Sebastian Bethge und ab 2007 der Verein casApold um die Anlage. Mit behutsamen und angepassten konservatorischen Maßnahmen, wurde in kleinen Schritten und in viel ehrenamtlicher Arbeit von Fachleuten, Handwerkern und Freiwilligen die Kirchenburgen Instandgesetzt. Das Engagement des Vereins führte zur Aufnahme in ein EU-Projekt mit dem die Kirchenburganlage im Ganzen gesichert werden konnte. CasApold pflegt und restauriert die Kirchenburg zusammen mit dem Alten Pfarrhaus. Seit Anfang 2004 werden jährlich Seminare und Workshops im Bauhandwerk und Gartenbau durchgeführt.
Vor Ort kann man sich ein Bild von den Aufgaben eines Burghüters machen, die sich an die jeweilige Zeit angepasst haben: Vor einigen Hundert Jahren musste er nach Feinden Ausschau halten und die Anlage verwalten, später läutete er die Glocken und heizte die Gemeindestube. Heute ist er eine Art Denkmalpfleger und Projektmanager, der die Burg verwaltet und Instand hält. Aber auch Fördermittel einwirbt, Gottesdienste vorbereitet, Touristen betreut sowie Konzerte und Veranstaltungen organisiert.

CasApold plant den Aufbau einen Zentrum für traditonelles Bauhandwerk im Pfarrhaus und auf der Kirchenburg.