Trappold / Apold

Durch Erhöhung der Seitenschiffe einer romanischen Basilika entstand im 15. Jh. die dreischiffige Hallenkirche von Trappold. Dabei wurden auch Chor und Schiff überwölbt und die Wände der Seitenschiffe in oktogonale Pfeiler aufgelöst. Die bis dahin turmlose Kirche erhielt einen Westturm, der zusammen mit Schiff und Chor zwischen 1504 und 1507 zu Verteidigungszwecken mit Wehrgeschossen ausgebaut wurde. Von den Wehranlagen des 15. und 16. Jh. haben sich die äußeren Ringmauern und drei Verteidigungstürme erhalten. Die innere Mauer wurde im 19. Jh. abgetragen, ist jedoch an den freigelegten Fundamenten gut ablesbar. Auf der Nordseite befindet sich ein mit Schießscharten ausgerüstetes Speichergebäude. Im Inneren der Kirche sind der klassizistische Orgelaltar von 1821 sowie eine gotische Sakramentsnische bemerkenswert. Kanzel und Empore stammen aus den Jahren um 1760.

Ort

In strategisch günstiger Lage auf einem Hügel gelegen und vom Schaaser Bach umflossen wurde im 13. Jh. eine Basilika erbaut, aus der später die Trappolder Kirchenburg hervorging. Die Burg überdauerte wechselvolle Zeiten und ist bis heute nahezu komplett erhalten mit Ringmauern, Wehrtürmen und Lagerräumen.Seit 2004 kümmert sich der Verein Corona um die Anlage und repariert sie mit behutsamen und angepassten Maßnahmen. Teil des Erhaltungskonzeptes ist die Ausbildung der lokalen Bevölkerung in traditionellen Handwerkstechniken sowie deren Beteiligung an den Reparaturarbeiten.Vor Ort kann man sich ein Bild von den Aufgaben eines Burghüters machen, die sich an die jeweilige Zeit angepasst haben: Vor einigen Hundert Jahren musste er nach Feinden Ausschau halten, später läutete er die Glocken und heizte die Gemeindestube. Heute ist er eine Art Projektmanager, der die Burg verwaltet, sie repariert, Fördermittel einwirbt, Gottesdienste vorbereitet, Touristen betreut sowie Konzerte und Veranstaltungen organisiert.