Hundertbücheln / Movile / Százhalom

Auf einem Hügel im Zentrum des Dorfes Hundertbücheln steht eine mächtige Kirchenburg, mit deren Errichtung in der Mitte des 13. Jahrhunderts begonnen wurde. Vom ursprünglich romanischen Bauwerk sind heute noch der Westturm sowie einzelne Mauern des Kirchenschiffes erhalten. Um 1500 erfolgte der Umbau zur Wehrkirche mit spätgotischen Stilelementen. Die Anlage wurde mit zwei Ringmauern umgeben, die zusätzlich mit mehreren Wehrtürmen gesichert waren. Im 19. Jahrhundert erfolgte, auch auf Grund der stark gewachsenen Gemeinde, die Erweiterung des Innenraumes der Kirche um eine dreiseitige Empore.

Ort

Das „Dorf der hundert Hügel“ (Bücheln) wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts von Siebenbürger Sachsen dort erbaut, wo ihnen die Natur eine außergewöhnliche Landschaft bot. Einer Legende zufolge waren Riesen an der Entstehung des Ortes beteiligt: Vor langer Zeit spielte in der Gegend des heutigen Ortes ein Riese, dessen mit Sand gefüllte Schürze ein Loch hatte. An den Stellen, an denen er stehen blieb, entstanden die vielen Bücheln, die dem Dorf seinen Namen gaben. In der Kirche wurde während einer Renovierung ein Altarbild wiederentdeckt, eine der wertvollsten Darstellungen der Antoniuslegende in Europa. Die Tafel aus dem 16. Jahrhundert stellt die Heiligen Paulus und Antonius dar, die in ein intensives Gespräch vertieft sind. Sie ist inzwischen im Landeskirchlichen Museum der Evangelischen Kirche in Hermannstadt ausgestellt.

Aktivitäten

Vor Ort engagiert sich der sich der Verein churchfortress e.V. – Friends of Hundertbücheln/Movile für den Erhalt und die Revitalisierung der Kirchenburg und führt Projekte zur Dorfentwicklung durch.