Mit der ersten Ausgabe des Ateliers in Heltau haben wir ein neues Format von Mini-Workshops erprobt, mit dem wir Verbindungen zwischen den traditionellen Handwerken des Ortes, deren zeitgenössischer Neuinterpretation und dem Kulturerbe der Kirchenburg von Heltau schaffen möchten. Es ist eine weitere Möglichkeit, die Geschichte des Ortes, seine Vergangenheit, seine Gemeinschaft und die Traditionen, die ihn über die Jahrhunderte geprägt haben, zu entdecken.
Das Programm begann mit einem Besuch im Atelier der Designerin Iulia Lavu, die sich auf die Technik dekorativer Knoten und auf Objekte aus Naturfasern spezialisiert hat. Die Teilnehmenden erhielten einen Einblick in ihre kreative Welt und erfuhren mehr über ihren beruflichen Werdegang sowie über die einzelnen Schritte, durch die aus einem einfachen Naturfaden mit Geduld, Sorgfalt und Kreativität ein einzigartiges, individuell für jeden Kunden gefertigtes Objekt entsteht.
Der Besuch umfasste außerdem die Vorstellung des Arbeitsraums und des Prozesses der Materialvorbereitung und bot den Teilnehmenden die Gelegenheit, die Arbeit und das handwerkliche Können hinter jeder einzelnen Kreation besser kennenzulernen.
Anschließend folgte der praktische Teil des Workshops. Ausschließlich mit den Händen und ohne weitere Werkzeuge fertigte jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ein eigenes Objekt an – sei es eine Tasche, ein Korb oder ein Lampenschirm. Die Kreativität wurde dabei auf vielfältige Weise gefördert, und das Ergebnis war eine Sammlung von Objekten aus Naturfasern, die dank der Vielseitigkeit der verwendeten Technik jederzeit wieder gelöst und in neue Formen verwandelt werden können.
Der gesamte Workshop fand im großzügigen, grünen und schattigen Innenhof des Pfarrhauses in Heltau statt – ein Rahmen, der wesentlich zur entspannten und kreativen Atmosphäre des Tages beitrug.
Den Abschluss des Programms bildete eine Führung durch die Kirchenburg von Heltau mit Pfarrer Zoran Kezdi, der den Teilnehmenden mit großer Leidenschaft von der Geschichte des Ensembles sowie von den wertvollen Fresken berichtete, die im Zuge der jüngsten Restaurierungsarbeiten wieder ans Licht gekommen sind.
Mit diesem Pilotformat möchten wir neue Wege erkunden, wie gebautes Kulturerbe, traditionelle Handwerke und zeitgenössische Kreativität miteinander in Dialog treten können, um den Teilnehmenden authentische Erfahrungen und neue Perspektiven auf das lokale Kulturerbe zu eröffnen.
Fotos: Gabriela Cuzepan













